Gasheizung austauschen: BAFA-Förderung 2026 im Überblick
Steigende Gaspreise und die CO₂-Abgabe machen den Betrieb alter Gasheizungen zunehmend teuer. Wer jetzt auf eine klimafreundliche Heizung umsteigt, kann von hohen staatlichen Zuschüssen profitieren – wir zeigen, welche Förderungen 2026 gelten.
Zuständigkeit: BAFA oder KfW?
Seit der Reform der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) im Jahr 2024 hat sich die Zuständigkeit verschoben. Für den Austausch der Heizung in bestehenden Wohngebäuden ist inzwischen die KfW zuständig, nicht mehr das BAFA. Das BAFA fördert weiterhin Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle sowie den Anschluss an Wärmenetze. Viele Verbraucher suchen dennoch nach der 'BAFA-Förderung', weil der Begriff historisch etabliert ist. Wichtig ist: Für eine neue Wärmepumpe oder Biomasseheizung stellen Sie den Antrag im KfW-Kundenportal, für Dämmung und Fenster beim BAFA.
Höhe der Förderung 2026
Der maximale Fördersatz für den Heizungstausch liegt 2026 weiterhin bei bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten. Er setzt sich zusammen aus einer Grundförderung von 30 Prozent, einem Einkommens-Bonus von 30 Prozent (bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 40.000 Euro pro Jahr) und einem Klimageschwindigkeits-Bonus von 20 Prozent für den frühzeitigen Austausch funktionstüchtiger fossiler Heizungen. Für Wärmepumpen kann zusätzlich ein Effizienz-Bonus von 5 Prozent hinzukommen. Die förderfähigen Kosten sind bei der ersten Wohneinheit auf 30.000 Euro gedeckelt – maximal fließen also rund 21.000 Euro Zuschuss.
Wer wird gefördert – und was?
Gefördert werden Eigentümer selbstgenutzter und vermieteter Wohngebäude. Entscheidend ist die eingebaute Technik: Zuschüsse gibt es für Wärmepumpen, Biomasseheizungen (z. B. Pelletkessel), Brennstoffzellenheizungen, Wärmenetzanschlüsse und Solarthermie. Eine neue reine Gasheizung wird nicht mehr gefördert. Gas-Hybridheizungen können nur dann bezuschusst werden, wenn der erneuerbare Anteil (etwa eine Wärmepumpe) den überwiegenden Teil der Wärme liefert. Voraussetzung ist außerdem, dass die neue Heizung die Anforderung von 65 Prozent erneuerbarer Energie nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) erfüllt.
Antrag Schritt für Schritt
Der Ablauf hat sich 2026 bewährt: Zunächst schließen Sie mit einem Fachbetrieb einen Liefer- und Leistungsvertrag mit aufschiebender Bedingung ab. Anschließend stellen Sie den Antrag im KfW-Zuschussportal, bevor die Maßnahme umgesetzt wird. Nach der Bewilligung erfolgen Einbau und Bezahlung. Zum Schluss reichen Sie die Rechnung und die Bestätigung des Fachbetriebs (BnD) ein, damit der Zuschuss ausgezahlt wird. Wichtig: Ohne vorherige Antragstellung entfällt der Anspruch – beginnen Sie also niemals vor der Zusage mit den Arbeiten.
Lohnt sich der Austausch?
Ob sich der Umstieg rechnet, hängt vom Gebäude, dem Dämmzustand und den laufenden Energiekosten ab. Der CO₂-Preis für fossile Brennstoffe steigt 2026 weiter und liegt bei rund 55 Euro pro Tonne, was Gasheizungen spürbar verteuert. Eine Wärmepumpe verursacht dagegen Stromkosten, die sich mit einem passenden Wärmepumpentarif deutlich senken lassen. Für einen typischen Altbau amortisiert sich eine geförderte Wärmepumpe je nach Verbrauch über einen Zeitraum von rund 10 bis 15 Jahren. Eine unabhängige Energieberatung vor der Entscheidung ist ratsam und wird selbst ebenfalls mit 50 Prozent gefördert.
Fazit
Wer 2026 seine alte Gasheizung ersetzt, kann mit bis zu 70 Prozent Zuschuss rechnen – allerdings nur für klimafreundliche Heizsysteme, nicht für neue Gasgeräte. Prüfen Sie vor der Investition Ihren Anspruch auf Boni und lassen Sie sich unabhängig beraten. Und solange Sie noch mit Gas heizen, lohnt der Blick auf Ihren Tarif: Vergleichen Sie Ihre Konditionen im Volt-Gas Tarifrechner und senken Sie Ihre laufenden Kosten sofort.