Ökostromanteil erreicht neuen Rekord
Im ersten Halbjahr 2026 deckten die erneuerbaren Energien rund 62 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs – ein neuer Höchstwert. Getrieben wurde der Anstieg vor allem durch ein sonnenreiches Frühjahr und den kontinuierlichen Zubau neuer Anlagen. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 lag der Anteil bei etwa 59 Prozent. Damit rückt das gesetzliche Ziel von 80 Prozent bis 2030 ein Stück näher, bleibt aber ambitioniert.
Solar boomt, Wind zieht nach
Besonders die Photovoltaik legte kräftig zu: Bis Ende Juni wurden bundesweit rund 9 Gigawatt neue Solarleistung installiert, ein großer Teil davon auf privaten Dächern und als Balkonkraftwerke. Bei der Windkraft an Land gingen im ersten Halbjahr etwa 1,8 Gigawatt ans Netz – mehr als im Vorjahreszeitraum, aber weiterhin unter dem Zielpfad. Insgesamt sind in Deutschland damit über 110 Gigawatt Solar- und rund 65 Gigawatt Windkapazität an Land am Netz.
Netzausbau bleibt der Flaschenhals
Trotz der guten Zubauzahlen bremst der schleppende Netzausbau den Fortschritt. In sonnen- und windreichen Stunden mussten wieder vermehrt Anlagen abgeregelt werden, weil die Leitungen die Strommengen nicht aufnehmen konnten. Diese sogenannten Redispatch-Kosten summierten sich im Halbjahr auf einen hohen einstelligen Milliardenbetrag – Kosten, die über die Netzentgelte letztlich auch die Verbraucher tragen. Positiv: An sonnigen Mittagsstunden fielen die Börsenpreise zeitweise auf null oder sogar in den negativen Bereich.
Empfehlung
Der wachsende Ökostromanteil sorgt an vielen Stunden für günstige Großhandelspreise – besonders profitieren Haushalte mit dynamischen Tarifen oder einem hohen Eigenverbrauch von Solarstrom. Wer bislang in der teuren Grundversorgung steckt, sollte jetzt vergleichen: Die Preisunterschiede zwischen den Anbietern sind weiterhin erheblich. Im Volt-Gas Tarifrechner können Sie jetzt günstige Tarife vergleichen und mit wenigen Klicks zum passenden Ökostromangebot wechseln.