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📖 E-Mobilität · 6 Min Lesezeit

E-Auto zuhause laden: So finden Sie den richtigen Stromtarif

Für das Laden zuhause gibt es drei Tarifwege: den klassischen Haushaltstarif, spezielle Autostrom-Tarife mit eigenem Zähler und dynamische Börsenpreis-Tarife. Welcher passt, hängt von Zählersituation, Fahrleistung und Planbarkeit ab – ein Überblick ohne Fachchinesisch.

Weg 1: Der günstige Haushaltstarif (für die meisten die beste Wahl)

Hängt Ihre Wallbox oder Steckdose am normalen Hauszähler, läuft das Auto einfach über Ihren Haushaltstarif — und dann gilt: je niedriger der Arbeitspreis, desto besser, denn Ihr Verbrauch ist jetzt deutlich höher. Achten Sie auf Tarife ohne Verbrauchsobergrenzen in den Konditionen und rechnen Sie mit dem echten Gesamtverbrauch (Haushalt + ca. 18–20 kWh je 100 km Fahrleistung). Der Vorteil dieses Wegs: keine Zusatzkosten, kein Umbau, sofort umsetzbar — ein Wechsel dauert online wenige Minuten.

Weg 2: Autostrom-Tarife mit separatem Zähler

Spezielle Autostrom-Tarife nutzen einen eigenen Zähler für die Wallbox, oft als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG mit reduzierten Netzentgelten. Der Strompreis pro kWh ist dann meist günstiger als im Haushaltstarif — dafür fallen ein zweiter Grundpreis und ggf. Kosten für Zähler und Installation an. Faustregel: Das lohnt sich ab hoher Fahrleistung (grob ab 15.000–20.000 km/Jahr) oder wenn der separate Zähler ohnehin schon vorhanden ist. Für Gelegenheitsfahrer frisst der zweite Grundpreis den Preisvorteil häufig auf.

Weg 3: Dynamische Tarife für Planbare

Dynamische Tarife geben den Börsenstrompreis stundengenau weiter. Wer sein Auto nachts oder zu Niedrigpreiszeiten laden kann (idealerweise automatisch per Wallbox-Steuerung oder App), lädt zeitweise deutlich unter dem Durchschnittspreis. Die Kehrseite: In teuren Stunden zahlen Sie mehr, und Sie brauchen ein intelligentes Messsystem (Smart Meter). Für Vielfahrer mit flexiblen Ladezeiten eine echte Option — für alle, die einfach nur einstecken wollen, ist der planbare Festpreis-Tarif entspannter.

Worauf Sie im Kleingedruckten achten sollten

1. Preisgarantie: Bei hohem Verbrauch schlagen Preiserhöhungen stärker durch — eine echte Preisgarantie über 12–24 Monate ist für E-Auto-Fahrer besonders wertvoll. 2. Boni-Fallen: Hohe Neukundenboni gleichen einen hohen Arbeitspreis bei Vielverbrauchern seltener aus als bei kleinen Haushalten — rechnen Sie immer den Gesamtpreis im zweiten Jahr. 3. Verbrauchsstaffeln: Manche Tarife gelten nur bis zu einer Verbrauchsgrenze; mit Auto rutschen Sie schnell darüber. 4. Ökostrom: Wer elektrisch fährt, um CO₂ zu sparen, sollte auf zertifizierten Grünstrom achten — der Aufpreis ist heute meist minimal.

Rechenbeispiel: Was der Wechsel bringt

Ein Haushalt mit 3.500 kWh plus E-Auto (12.000 km ≈ 2.200 kWh) kommt auf 5.700 kWh im Jahr. In der Grundversorgung (ca. 30 ct/kWh, 12,50 € Grundpreis/Monat) sind das rund 1.860 € jährlich. Ein günstiger Vielverbraucher-Tarif mit 26 ct/kWh und ähnlichem Grundpreis kostet etwa 1.630 € — rund 230 € Ersparnis pro Jahr, jedes Jahr. Wie viel es bei Ihrer PLZ genau ist, zeigt der Vergleich in zwei Minuten: Jetzt Tarife für E-Auto-Fahrer vergleichen — kostenlos, die Kündigung des alten Vertrags übernimmt der neue Anbieter.

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